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Was es für mich bedeutet eine wertvolle Yogalehrer:in zu sein


Als ich beginne habe Yoga zu praktizieren, habe ich anfangs viele verschiedene Lehrer:innen besucht. In meiner Ahnungslosigkeit dachte ich es würde keinen großen Unterschied machen, wer unterrichtet, denn ich war ja wegen der Yogapraxis dort…. oder doch nicht?


Im Laufe meiner Yoga Journey ist mir dann bewusst geworden, wie wichtig es mir ist, mich bei dem oder derjenigen wohl zu fühlen.

Auch die Art des Unterrichtens ist für mich ausschlaggebend ist, ob die Yoga-Praxis zu meiner persönlichen Me-Time wird oder nur ein kleines "Workout" wird (was für mich beim Yoga absolut nicht das Ziel ist).

Und vielleicht kennst du das auch, du hast deine „Lieblings“-Yogalehrer:in gefunden und vergleichst dann jede:n weitere:n mit ihr. Aber ist an sich kein fairer Vergleich, da wir Menschen alle so unterschiedlich sind und jeder so viele unterschiedliche Qualitäten mit sich bringt.

Genauso braucht jeder Teilnehmer andere Impulse und hat andere Ansprüche an seine Yogapraxis.


Allgemein habe ich aber für mich 4 Aspekte feststellen können, auf die ich achte wenn ich den Unterricht einer neue:n Yogalehrer:in besuche und auf die ich selbst in meinen Unterricht Wert lege:


Atmosphäre


Wenn ich ein neues Yogastudio besuche, schaue ich mir immer vorher im Internet die Räumlichkeiten an.

Hat der Raum eine gemütliche und warme Atmosphäre? Ist dort Equipment vorhanden?

Ich persönlich mag überhaupt keine Sporthallen oder Gymnastikräume, da sie für mich eine kalte Atmosphäre haben und meistens auch mit vielen Spiegeln ausgestattet sind, was mich davon abhält bei der Yogapraxis ganz bei mir zu sein. Das ist aber nur mein individuelles Empfinden.

Zur Atmosphäre gehören natürlich nicht nur die äußeren Gegebenheiten, sondern auch die Atmosphäre, die die Yogalehrer:in an sich schafft.

Mit ihrer Persönlichkeit, ihrem Charakter, ihrer Präsenz.

Welche Energie strahlt er oder sie aus? Vermittelt er/sie Ruhe und Gelassenheit oder wirkt er/sie selbst gestresst oder genervt?

Wenn ich Yoga mache, möchte ich mich willkommen fühlen und wenn ich Yoga Unterricht gebe, möchte ich, dass sich jeder bei mir willkommen und angenommen fühlt.




Sprache/Stimme


Mit Sprache meine hier nicht Fremdsprachen, sondern eher die Stimmfarbe und der Ausdruck, mit welcher unterrichtet wird.

Diese ist vielleicht nicht das allerwichtigste während der Yogaklasse, aber trotzdem ein Aspekt, den ich für mich nicht außen vor lassen kann.

Eine freundliche, offene, ruhige Stimme ist für mich unerlässlich, um einen sicheren Rahmen für alle Teilnehmer zu schaffen und eine willkommene Atmosphäre (siehe oben) zu schaffen.

Außerdem finde ich es wichtig, dass in einer „verständlichen“ Sprache gesprochen wird. Damit meine ich, dass nicht nur Sanskrit Begriffe verwendet werden, die nur sehr fortgeschrittene Yogis verstehen, sondern auch Teilnehmer aller Level wissen was gemeint ist.

Die Anleitung der Sequenz sollte sich wenn möglich auch immer wie eine Art Einladung anhören. Du sollst nie den Eindruck haben, etwas zu müssen oder du in eine Ausführung gedrängt wirst.


Stimmige Sequenz und fließende Übergänge


Das ist tatsächlich ein sehr, sehr wichtiger Punkt für mich.

Eigentlich auf den ersten Blick logisch, aber ich habe auch schon Yogaklassen besucht, in denen es absolut nicht der Fall war.

Wenn die Sequenz nicht stimmig ist und irgendwie abhackt wirkt, fällt es mir total schwer mich fallen zu lassen und in den „Flow“ zu kommen.

Das ist besonders der Fall, wenn die Übergänge zwischen den Asanas nicht gegeben sind und man z.B. aus dem Sitzen in den Halbmond wechselt :D


Authentizität


Authentizität ist nicht nur jenseits der Matte ein unglaublich elementarer Wert.

Wie sagt man so schön, „Sei du selbst, die anderen gibt es schon!“

Ein Vorbild zu haben ist natürlich eine gute Sache und sich inspirieren zu lassen sowieso.

Aber: Sei keine Kopie!

Mal abgesehen davon, dass es niemand nötig hat, jemanden zu kopieren, weil die eigene Einzigartigkeit jeden besonders macht, ist es auch einfach nicht in Ordnung Ideen zu klauen oder jemanden zu imitieren.

Außerdem merkt man Menschen sowieso immer an, wenn sie nicht authentisch sind oder nicht mit vollem Herzen bei der Sache sind ;-)


Ob eine Yogalehrer:in besonders viele komplizierte, verknotete Asanas kann, ist mir herzlich egal. Viel wichtiger ist mir die innere Haltung eines Menschen und die Werte die er/sie verkörpert.

Nicht nur beim Yoga ist das eine der wichtigsten Haltungen, sondern auch überhaupt im Leben.

Werde dich deiner inneren Haltung bewusst, denn genau diese verkörperst du und strahlst du auch nach außen aus.

Worauf bist du fokussiert, was ist deine innere Einstellung und wohin fließt deine Energie?

Mit der richtigen und authentischen Haltung wird die äußere Form von alleine folgen.




Worauf legst du bei der Auswahl deiner Yogalehrer:innen Wert? Teilt gerne eure Erfahrungen mit mir :)

 
 
 

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