Mein Weg zum Yoga
- katrinisabellbergm
- 6. Okt. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Die erste Begegnung, die ich mit Yoga hatte, war ziemlich unspektakulär und auch recht schnell wieder vorbei. Ich hatte mich damals mit meiner Schwester zu einem wöchentlichen Yoga Kurs in einer Physiotherapie Praxis angemeldet. Unsere Motivation war zwar dem Arbeits- und Ausbildungsstress entgegenzuwirken, aber so wirklich darauf einlassen konnten wir uns nicht. Viel mehr konnten wir uns das Lachen oft nicht verkneifen, wenn die Yogalehrerin jedes Mal die exakt gleichen Sätze über das „Loslassen“ aufsagte.
Nachdem die zehn Mal Yoga dort vorbei waren, stellte ich für mich fest, dass Yoga mir gar nichts bringt (Spoiler: oh doch! :D ) und ich es auch erstmal nicht mehr weiter verfolgen werde.
Das Einzige was mir aus diesen ersten Yogaübungen in Erinnerung blieb, ist die ungefähr 65-70 Jahre alte Yogalehrerin, die unglaublich fit, gesund, beweglich und inspirierend war, was mich damals schon sehr beeindruckt hat!
Dass dies eventuell am Yoga liegen könnte und da vielleicht doch mehr dahinter stecken könnte, blieb mir aber seitdem im Hinterkopf.
Die zweite Begegnung mit Yoga und der Anfang einer Leidenschaft hatte ich
Nachdem ich dann gut zehn Jahre keine Berührungspunkte mehr damit hatte und in das „Fitness-Game“ eingestiegen bin und damit unter anderem meine mentalen Probleme kompensierte, stieß ich an einen Punkt in meinem Leben an dem ich etwas ändern musste!
Ich konnte aus gesundheitlichen Gründen keinen Sport mehr machen und suchte nach einer Alternative, um mich auf eine „gesündere“ Art und Weise weiterhin bewegen zu können an Stelle des Fitnessstudios.
Und dann fiel mir Yoga wieder ein. Ich suchte mir ein Yogastudio in der Nähe und hatte das Glück dort auf die Wohl (für mich) beste Yogalehrerin zu treffen (shoutout an Daniela Mühlbauer!!)
Was für große Unterschiede es bei Yogalehrern gibt und dass man nicht mit jedem harmoniert, habe ich später noch festgestellt.
Und so verbrachte ich meine ersten Anfänger Yogastunden und machte ahnungslos die Asanas nach, die andere Yogis mir vorturnten und genoss die liebevolle Atmosphäre die Daniela in jede ihrer Stunden miteinfließen ließ.

**Mein Schlüsselmoment - mein „Mat Moment“
So ging ich weiterhin regelmäßig in ihre Stunden und verstand langsam immer besser was mit den ganzen angesagten Asanas gemeint war und konnte dadurch auch mehr während des Yogas loslassen, da ich mich nicht mehr ständig darauf konzentrieren musste, wie der/die Yogi vor mir die Haltung ausführte.
Und dann kam plötzlich am Ende einer Yogastunde, im Shavasana liegend, die Erkenntnis, dass ich die letzten 1,5 h mal an NICHTS dachte!
Keine Gedankenspiralen, kein negativer Selbst-Talk, kein Sich-Selbst-Verurteilen, einfach da sein und genug sein. Das gab mir den Ansporn weiter zu machen und Yoga nochmal eine richtige Chance zu geben.

Mit der Zeit entwickelte sich Yoga nicht nur zu einem Hobby, sondern ist meine große Leidenschaft geworden.
Die Liebe zum Yoga wurde so groß, dass ich im Jahr 2022 meine 200 h Ausbildung als Yogalehrerin bei „Yogalife“ in München absolviert habe.
Die 9 Monate waren damals eine unglaublich bereichernde und wertvolle Zeit, in der ich auch sehr viel für mich selber lernen durfte!
2023 habe ich dann noch eine weitere Ausbildung für Yin Yoga bei Tanja Seehofer daran angeschlossen.
Den Traum einmal selbst Yoga zu unterrichten hatte ich schon relativ früh als ich noch in meinen Yoga Anfängen war, aber wirklich zugetraut hab ich es mir lange nicht (Selbstzweifel hallo :D)
Dass ich jetzt wirklich hier stehe und regelmäßig Yoga unterrichten darf, ist einfach ein tolles Gefühl, wofür ich sehr, sehr dankbar bin.
Mir selbst meinen Traum erfüllt zu haben und den Mut zur Selbstständigkeit aufgebracht zu haben macht mich unglaublich stolz :)
Ich kann nur jedem ans Herz legen für seine Träume einzustehen und auf sein Herz zu hören, denn das kennt immer den richtigen Weg. Und der richtige Weg ist immer dein eigener!



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